Kategorie-Archiv: Musiker

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Christliche Musik in ihrer ganzen Vielfalt

Es war ein grosses Fest, das 1’100 Musikerinnen und Musikern dieses Wochenende auf dem Olma-Areal in St. Gallen gefeiert haben. 1’800 Teilnehmer & Besucher kamen am Samstag in den Genuss einer musikalischen Vielfalt, die es in diesem Ausmass selten zu hören gibt. 35 Brassformationen aus der ganzen Schweiz, 150 Gospelsänger, Dutzende von Pop- und Rockmusikern, Singer-Songwritern, Hip-Hoppern und Rappern, und auch Jazzmusiker, eine klassische Sängerin oder ein Sinfonieorchester hatten an den Christlichen Musiktagen ihren Auftritt.

Im grossen Gottesdienst am Sonntag feierten Christen aus verschiedenen Denominationen einen gemeinsamen Gottesdienst, der eindrücklich umrahmt wurde von Hunderten von Bläsern, Gospelsängern/-Sängerinnen, einem Sinfonieorchester und einer kraftvollen Band. Am Nachmittag klang der Anlass locker und fröhlich aus, mit 22 Alphornbläsern, Platzkonzerten, einem Familienkonzert mit dem witzig-tiefgründigen Christof Fankhauser und den Psalm-Trommlern.

Bis auf die letzte Note: Musik zur Ehre Gottes!

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80 Formationen/Bands

Die Musikpalette der Musiktage wird bunt: Brass, Singer-/Songwriter, Gospel, Pop, Rock, Jazz, Klassik, HipHop, Rap… für alle gibts etwas! Es werden knapp 1’100 Musiker in 80 Formationen  auf den acht Bühnen auftreten; von der Brass Band Posaunenchor Amriswil bis zum Posaunenchor Zäziwil – vom Gossau Gospel Choir bis zur Sängerin Milya – von Toby Meyer & Band bis zum Captain Thomas Project – vom Rapper Stego bis zur Sopranistin Miriam Feuersinger.

Die Liste der teilnehmenden Formationen

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Miriam Feuersinger: Bach-Kantaten mit historischen Instrumenten

Zwei Konzerte der Christlichen Musiktage finden in der St. Laurenzenkirche statt, 15 Minuten zu Fuss vom OLMA-Gelände entfernt. Wer Klassik mag, kommt hier voll auf seine Kosten.

Die mehrfach ausgezeichnete österreichische Sopranistin Miriam Feuersinger (Preis der deutschen Schallplattenkritik / ECHO Klassik 2014), aufgewachsen in Bregenz, wird ein Gastkonzert Ihres Projekts «Bachkantaten in Vorarlberg» geben. Ihr Konzert ist Teil der Christlichen Musiktage wie auch ein «Cantars Special».

6. Juni 2015, 21.00 Uhr, St. Laurenzenkirche

www.Miriam-Feuersinger.info | www.bachkantaten.at

Edwin Hawkins

Die Geschichte von ­«Oh Happy Day»

Sein Auftritt an der Amazing Praise Night ist einer der Höhepunkte der Christlichen Musiktage: Edwin Hawkins, Komponist von «Oh Happy Day», dem meistgespielten Gospelhit aller Zeiten.

Mit fünf Jahren sass er für die Familienband erstmals am Klavier, mit sieben begann er regelmässig mit der Familienband auf Bühnen zu spielen. 1968 passierte etwas, das niemand sich hätte ausdenken können…

Mit einem neu gegründeten Chor nahm er Gospelsongs fürs Album Let us go into the House of the Lord auf, live eingespielt auf zwei Spuren. Einer der Songs hiess «Oh Happy Day». Man liess 500 Platten pressen. Vor allem dieses «Oh Happy Day» schien etwas besonderes. R&B steckte darin gemischt mit viel Soul – eine Art entstaubter Gospel. Später sollte man diesen Stil «contemporary gospel» nennen. Ein Underground-Radio in San Francisco begann «Oh Happy Day» auszustrahlen. Auch andere Radiosender spürten dieses Neue und zogen nach, Musikvertriebe bestellten unaufhörlich Platten. Die Reaktion im breiteren Musikmarkt und in den Medien war explosiv – alle wollten diesen Hawkins! «Oh Happy Day» wurde weltweit verbreitet, was für Gospelmusik damals sehr ungewöhnlich war. Die Revolution einer ganzen Musiksparte begann.

«Oh Happy Day» stürmte die Charts nicht nur im Gospel, sondern auch im R&B und Pop – auch über die USA hinaus. Innert zwei Monaten waren 1 Million Singles verkauft (1969!). Mehr als 7 Millionen «Happy Day» ­Singles gingen danach über den Tisch. Jahrelang tourte Hawkins mit seinen «Edwin Hawkins Singers», wie er sie nun nannte, durch die Welt. Er erhielt vier Grammy Awards, auch für Songs wie «Every Man Wants to Be Free», «Wonderful» und «If You Love Me».

Seit den 1980er-Jahren tourt Hawkins seltener, aber vermehrt in Nordeuropa oder Japan. Mit regelmässigen Workshop- und Seminarwochen investiert er sich gemeinsam mit seinem Bruder Walter Hawkins in junge Talente.

www.facebook.com/edwinhawkinsofficial
www.hawkinsgospelconference.org
www.facebook.com/hawkinsconference